
Paris Saint-Germain bangt um Khvicha Kvaratskhelia: Der Flügelspieler hat sich im Spiel gegen den FC Barcelona offenbar einen Kreuzbandriss zugezogen. Der Georgier musste noch vor der Stundenmarke unter großen Schmerzen ausgewechselt werden, nun droht ihm eine lange Pause.
Schmerzen im Parc des Princes
PSG muss sich auf schlechte Nachrichten einstellen, nachdem sich Kvaratskhelia in der Champions League eine schwere Knieverletzung zugezogen hat. Der georgische Flügelspieler ging beim spannenden Sieg gegen Barcelona am Dienstag mit Schmerzen zu Boden.
Die Szene ereignete sich kurz vor der Stundenmarke, als Kvaratskhelia zurückeilte, um Außenverteidiger Xavi Espart zu stoppen. Sein rechtes Knie schien sich bei dem Defensivduell unglücklich im Rasen zu verhaken. Der Offensivspieler krümmte sich vor Schmerzen.
Die Mediziner eilten sofort auf den Platz, um den sichtlich leidenden Stürmer zu behandeln. Er konnte den rechten Fuß nicht belasten und musste stark gestützt werden, als er langsam in die Kabine humpelte.
Warten auf die medizinische Diagnose
Nach dem Schlusspfiff schlug die Stimmung in der französischen Hauptstadt schnell von Feierlaune in große Sorge um. Die medizinische Abteilung des Klubs wollte keine voreiligen Schlüsse ziehen und wartete zunächst ab, bis die Schwellung abgeklungen ist, um umfassende Untersuchungen durchzuführen.
Laut MadeInFoot sei es derzeit „schwierig, eine Prognose” über das genaue Ausmaß des Schadens zu stellen. Die ersten Anzeichen hinter den Kulissen seien allerdings durchweg pessimistisch gewesen.
Laut L’Equipe haben umfangreiche Tests im Umfeld des Spielers zudem die ernste Befürchtung ausgelöst, dass der Angreifer sich einen Riss des vorderen Kreuzbandes zugezogen hat. Bestätigt sich dieser schlimmste Verdacht, könnte der Georgier für den Rest der Saison ausfallen.
Schwerer Schlag für Enrique
Der Verlust von Kvaratskhelia wäre ein gewaltiger Rückschlag für die taktischen Pläne von Luis Enrique. Der dynamische Flügelspieler war in der vergangenen Champions-League-Saison von entscheidender Bedeutung und hat sich als einer der gefährlichsten Angreifer im europäischen Fußball etabliert.
Seine unermüdliche Laufarbeit und sein kreativer Funke haben ihn zu einer unverzichtbaren Figur in der PSG-Startelf gemacht. Selbst die Verletzung entstand durch seinen enormen Einsatz, mit dem er zurücklief und der Defensive gegen einen Gegner der Extraklasse half.
Die Franzosen verfügen zwar über eine beeindruckende Offensivtiefe, und viele junge Talente stehen bereit, in die Lücke zu springen. Dennoch dürfte es für den Trainerstab nahezu unmöglich sein, Kvaratskhelias einzigartige Mischung aus Spielwitz und Qualität im Abschluss zu ersetzen.
Entscheidende Untersuchungen und nächste Schritte
Kvaratskhelia soll sich am Mittwoch einer entscheidenden MRT-Untersuchung unterziehen, die das genaue Ausmaß seiner Knieverletzung klären soll. Die Ergebnisse bestimmen seine unmittelbare Zukunft und ob eine Operation zur Behebung des Schadens nötig ist.
Die Pariser müssen sich nun schnell neu sortieren, denn es steht ein anspruchsvolles Programm in nationalen und europäischen Wettbewerben an. Enrique wird seine Offensivreihe umstellen müssen, während der Klub auf das offizielle medizinische Bulletin wartet.
Sollte der Kreuzbandriss bestätigt werden, beginnt für Kvaratskhelia umgehend eine kräftezehrende Reha. Die PSG-Fans hoffen sehnlichst auf ein Wunder, doch alles deutet auf einen langen Weg zurück hin.