Die Champions League 2026/27 ist in vollem Gange: Alle 36 Teams haben zwei Spiele der Ligaphase absolviert, und Europas Fußball hat die neue Saison mit reichlich Toren eröffnet. Am zweiten Spieltag fielen sogar rekordverdächtige 78 Tore in 18 Partien.
Paris Saint-Germain ist der amtierende Champion, nachdem der Klub im Mai im Finale in Budapest Arsenal im Elfmeterschießen bezwungen und damit den zweiten Europapokal in Folge gewonnen hat. Luis Enrique’s Team wirkte in den vergangenen 18 Monaten wie eine Klasse für sich, dürfte aber auf eine harte Konkurrenz um den dritten Titel in Serie treffen.
Wer ist also im jetzigen Stadium am besten positioniert, um PSG die europäische Vorherrschaft streitig zu machen? Die Power-Rankings begleiten den Wettbewerb und behalten die Titelkandidaten im Blick, während sie gleichzeitig die Außenseiter aussortieren. Stand der letzten Aktualisierung: 8. September 2026.
Außerhalb des Blickfelds
Der Minnow Viking erkämpfte sich am zweiten Spieltag ein sensationelles 3:3 gegen Bayern München.
Diesmal sieht die Rangliste etwas anders aus. Statt alle 36 Teams von 1 bis 36 zu bewerten, orientieren wir uns am Format der Ligaphase und führen die 24 aussichtsreichsten Kandidaten auf. Die übrigen zwölf Mannschaften stehen außerhalb des Blickfelds.
Das heißt nicht, dass keines dieser zwölf Teams weiterkommt, denn in den K.-o.-Runden gibt es immer ein oder zwei Überraschungen. Nach unserer Einschätzung sind diese zwölf Mannschaften aber derzeit am wenigsten wahrscheinlich, die erste Runde zu überstehen.
Einige Teams haben bereits für Furore gesorgt, darunter die aserbaidschanischen Neulinge Sabah, die Slavia Prag in ihrem ersten Heimspiel auf diesem Niveau besiegten. Auch die beiden norwegischen Klubs haben Akzente gesetzt: Viking erreichte ein 3:3 gegen Bayern München, und Bodø/Glimt gewann 24 Stunden später gegen Borussia Dortmund. Dennoch haben alle noch einen langen Weg vor sich, bevor sie zumindest die Play-off-Runde erreichen.
Andere Außenseiter wie LASK und Slovan Bratislava wirken etwas überfordert. Zudem gibt es Zweifel, ob einer der beiden türkischen Klubs weiterkommt: Galatasaray und Fenerbahçe haben bislang zusammen nur einen einzigen Punkt geholt.
Die Verlorenen Zwölf: AEK Athen, Bodø/Glimt, Fenerbahçe (⬇️), Feyenoord, Galatasaray (⬇️), LASK, Lens, Lille (⬇️), Sabah, Slavia Prag, Slovan Bratislava, Viking.
24. Napoli ⬇️
Napoli droht die Verpassung der K.-o.-Runde bereits im zweiten Jahr in Folge.
Angesichts von Antonio Contes schwacher Bilanz im Europapokal überraschte es kaum, dass Napoli in der vergangenen Saison in der Ligaphase ausschied. Viele waren dennoch schockiert, dass der damalige Serie-A-Meister die Top 24 verpasste. Conte ist inzwischen weg, und Massimiliano Allegri wurde nach seinem eigenen Abgang bei AC Mailand verpflichtet.
Für Allegri ist der Start holprig: Er hat in seinen sechs Serie-A-Spielen als Trainer erst dreimal gewonnen. In der Champions League wartet Napoli nach Niederlagen gegen Arsenal und Villarreal noch auf den ersten Punkt. Gerade die Niederlage gegen Villarreal dürfte Allegri Sorgen bereiten. Die letzten beiden Spiele der Ligaphase bestreitet Napoli gegen Sabah und Viking, doch zuerst muss das Team wieder in Reichweite der Qualifikation kommen, damit diese Partien überhaupt eine Rolle spielen.
23. Villarreal ⬆️
Villarreal wirkt deutlich besser gerüstet, um in dieser Champions League für Furore zu sorgen.
Villarreal gehörte in der vergangenen Saison zu den größten Enttäuschungen: Das gelbe U-Boot holte aus acht Spielen nur einen einzigen Punkt und belegte den vorletzten Platz der 36 Teams umfassenden Ligaphase. Diesmal macht das Team vieles besser.
Zwar verlor Villarreal am ersten Spieltag gegen Borussia Dortmund, war aber dem Remis in Deutschland nahe. Diesen Auftritt bestätigte das Team mit einem Sieg gegen Napoli, bei dem Inigo Pérez’ Mannschaft mit herausragender Chancenverwertung überzeugte. Mit Slavia Prag und Sabah stehen vor Weihnachten noch zwei machbare Aufgaben an, sodass Villarreal zum Jahreswechsel gut im Rennen um die Qualifikation liegen sollte.
22. Porto ⬇️
Porto ging mit großen Hoffnungen in den Wettbewerb, hat aber nach zwei Niederlagen einen schwierigen Start erwischt.
Nach zwei Jahren Pause ist Porto zurück in der Champions League. Francesco Farioli führte das Team in der vergangenen Saison zum Titel in der Liga Portugal. Der Italiener machte Los Dragões seit seiner Übernahme im Sommer 2025 zu einem der schwersten Gegner Europas. Wenn das Team auf der europäischen Bühne Eindruck hinterlassen will, muss es aber noch einiges leisten.
Die Niederlage gegen Manchester City am ersten Spieltag war erwartbar. Frustrierender war das 2:3 bei Real Betis, bei dem Porto eine Führung in der zweiten Halbzeit aus der Hand gab. Die nächsten Heimspiele gegen PSV und Napoli sind daher praktisch Pflichtsiege.
21. PSV ⬇️
PSV hätte sich nach den ersten beiden Spielen mehr als einen einzigen Punkt gewünscht.
Trotz der Kantersiege gegen Napoli und Liverpool in der vergangenen Ligaphase verpasste PSV die K.-o.-Runde. Nach nur einem Punkt aus den ersten beiden Partien wächst nun die Sorge, dass sich das Szenario in der Saison 2026/27 wiederholen könnte.
Auf ein Heimremis gegen Schachtar Donezk folgte eine knappe Niederlage bei RB Leipzig, bei der Ivan Perisic einen Elfmeter verschoss, der Peter Boszs Team noch teuer zu stehen kam. Auf dem Papier hat PSV eine der leichteren Gruppen der Ligaphase, muss die Chancen aber bald nutzen.
20. RB Leipzig ⬇️
Leipzig fing sich nach der Niederlage bei Como am ersten Spieltag und besiegte im nächsten Spiel PSV.
Nach dem verpassten europäischen Fußball in der vergangenen Saison ist Leipzig als Dritter der Bundesliga zurück auf der großen Bühne. Der Start in die Champions League verlief jedoch peinlich: Im ersten Spiel des Wettbewerbs wurde das Team von den Neulingen aus Como deklassiert.
Trainer Martin Demichelis konnte sein Team aber aufrichten. Ein knapper Sieg gegen PSV durch den Treffer von Brajan Gruda in der zweiten Halbzeit war dringend nötig, um die Moral am Red Bull Arena hochzuhalten. Mit Real Madrid und Manchester City als nächste Gegner auf dem Programm ist dieser Erfolg umso wertvoller.
19. Schachtar Donezk ⬆️
Arda Turan hat Schachtar in den ersten beiden Spielen der Ligaphase zu einem Sieg und einem Remis geführt.
Vor der Rückkehr in die Champions League erwartete kaum jemand etwas von Schachtar Donezk. Das ukrainische Team lebt wegen des russischen Angriffskriegs in seiner Heimat weiterhin in einer Art Wanderexistenz. Für die europäischen Heimspiele hat Schachtar die Stamford Bridge in London als Spielstätte gewählt, und die neue Heimat wurde mit einem Sieg gegen AEK Athen am Mittwoch eingeweiht.
Dem Erfolg ging ein achtbares Remis bei PSV voraus. Da Slovan Bratislava und Fenerbahçe noch auf dem Programm stehen, verschafft der Punktestand von vier Zählern Schachtar eine hervorragende Ausgangsbasis für den Weg in die K.-o.-Runde.
18. Club Brügge ⬆️
Nicolo Tresoldi hat sich mit einem Hattrick gegen Inter in San Siro auf der europäischen Bühne vorgestellt.
Club Brügge hat sich in den ersten beiden Jahren des neuen Champions-League-Formats für die K.-o.-Runde qualifiziert. Nach einer Auftaktniederlage gegen Aston Villa kehrte das Team mit einem spannenden Sieg gegen Inter in San Siro zurück und ist fest entschlossen, auch in diesem Jahr weiterzukommen.
Der ehemalige AC-Mailand-Fan Nicolo Tresoldi sorgte mit einem Hattrick für Schlagzeilen. Außenstürmer Carlos Forbs bereitete mit seinem Tempo und seinen Dribblings der Inter-Abwehr große Probleme. Mit einem vergleichsweise leichten Restprogramm sollte Brügge bereits jetzt mit einer Platzierung unter den Top 24 rechnen.
17. Stuttgart ⬆️
Deniz Undav traf, als Stuttgart in Bratislava den zweiten Sieg im zweiten Spiel feierte.
Sebastian Hoeneß leistet mit Stuttgart weiterhin Großes: Er hat das Team von der Relegations-Play-off-Runde der Bundesliga zweimal in drei Spielzeiten in die Champions League geführt. Deniz Undav ist zum Denker und Lenker im Sturm geworden, während Angelo Stiller und Jamie Leweling das Interesse der größten europäischen Klubs wecken.
Laut Opta hat Stuttgart den leichtesten Spielplan aller 36 qualifizierten Teams erhalten. Das Team nutzte den lockeren Start und besiegte sowohl Viking als auch Slovan Bratislava. Atlético Madrid und Inter werden vor Ende November härtere Prüfungen sein, doch ein Platz in der K.-o.-Runde ist für Hoeneß’ Mannschaft bereits greifbar nah.
16. Real Betis ⬆️
Isco erzielte den Siegtreffer für Betis, als das Team am zweiten Spieltag einen Rückstand gegen Porto drehte.
Real Betis ist nach über 20 Jahren erstmals wieder in der Champions League vertreten. In der vergangenen Saison wurde das Team unter Manuel Pellegrini Fünfter in der La Liga und setzt seinen Aufstieg zu einer ernst zu nehmenden Kraft in Spanien fort.
Auch in Europa haben die Andalusier schon für Aufsehen gesorgt: Zwei 3:2-Siege gegen Lille und Porto bringen Betis in eine gute Position für die K.-o.-Runde und möglicherweise sogar für ein Freilos in das Achtelfinale. Um diesen Schwung zu halten, müssen die nächsten vier Spiele gewonnen werden, denn vor den letzten beiden Partien gegen Arsenal und Bayern München möchte Betis nicht noch auf Punkte angewiesen sein.
15. Como ⬇️
Como erlebte bei Feyenoord eine Ernüchterung nach dem fantastischen Start in den Wettbewerb.
Como ist ein Champions-League-Debütant, das vor drei Jahren noch nicht einmal in der Topliga spielte. Die Aufsteiger aus der Serie A haben in den vergangenen beiden Saisons bewiesen, dass sie Italiens größten Klubs gefährlich werden können. Cesc Fàbregas’ Team will nun auch die besten Mannschaften Europas schlagen.
Der Start war furios: Am ersten Spieltag fegte Como RB Leipzig vom Platz. Doch die Niederlage bei Feyenoord am Mittwoch war eine harte Realitätsprüfung für Fàbregas und seine talentierte Mannschaft. Als Nächstes wartet Manchester United, und ein Sieg gegen die Red Devils würde den Neulingen eine gute Ausgangslage verschaffen, zumal noch Lens und AEK Athen bis Ende November ausstehen.
14. Sporting CP ⬆️
Sporting hat einen perfekten Start hingelegt und will zum dritten Mal in Folge die K.-o.-Runde erreichen.
Sporting gehört inzwischen fest zur Champions League. In der vergangenen Saison zog das Team nach einem überraschenden Platz unter den besten acht der Ligaphase bis ins Viertelfinale ein und drehte im Achtelfinale gegen Bodø/Glimt einen Rückstand in einer denkwürdigen Aufholjagd.
Der Architekt dieses Laufs, Rui Borges, ist weiterhin im Amt und zaubert erneut. Sporting hat nach Siegen gegen Galatasaray und Lens beide ersten Spiele gewonnen. Mit LASK und Schachtar Donezk als nächsten Gegnern könnte sich die Mannschaft aus Lissabon bereits deutlich vor den Partien gegen Barcelona und Manchester City im Januar einen Platz unter den besten acht sichern.
13. Roma ⬇️
Zehn Minuten zum Ende kosteten Roma die Niederlage gegen Real Madrid teuer.
Roma ist erstmals seit der Saison 2018/19 wieder in der Champions League vertreten. Gian Piero Gasperini hat die Giallorossi wieder zu einer der großen Kräfte im italienischen Fußball gemacht. Unter dem früheren Atalanta-Trainer ist die Hauptstadt schwer zu schlagen.
Am zweiten Spieltag führte Roma gegen Real Madrid mit 3:1 und hätte beinahe ein Ausrufezeichen gesetzt. Doch durch seltsame Wechsel kassierte die Heimmannschaft im Stadio Olimpico in den letzten zehn Minuten drei Gegentore. Nach dem Remis bei Fenerbahçe stehen damit nur ein Punkt aus zwei Spielen zu Buche. Ein Heimspiel gegen Slovan Bratislava bietet Gasperini und seinen Spielern nun die ideale Chance zur Wiedergutmachung.
12. Borussia Dortmund ⬇️
Der starke Saisonstart des BVB kam mit der Niederlage bei Bodø/Glimt abrupt zum Stillstand.
Borussia Dortmund galt lange als Europas beste Talentschmiede, als Erling Haaland, Jude Bellingham und Achraf Hakimi den Weg zum Superstar gingen. In den letzten Jahren sind solche Ausnahmekönner jedoch seltener geworden. Deshalb setzte der Bundesligist im Sommer verstärkt auf Jugend, und Niko Kovač verfügt nun über einen Kader mit nahezu grenzenlosem Potenzial.
Dieses Potenzial hat dem Team einen starken Start in der Bundesliga beschert. In der Champions League ist die Lage nach der Niederlage im Polarkreis gegen Bodø/Glimt jedoch bereits angespannt. Positiv ist der Sieg gegen Villarreal. Ein Heimspiel gegen Sabah am dritten Spieltag bietet die ideale Gelegenheit, wieder in die Erfolgsspur zurückzukehren.
11. Manchester United ⬇️
Die Abschlussschwäche von United kostete im Spiel gegen Atlético Madrid teuer.
Michael Carrick führte Manchester United in der zweiten Hälfte der vergangenen Saison als Interimstrainer beeindruckend zurück in die Champions League. Sein Start als fest angestellter Trainer verläuft jedoch nicht ganz nach Plan: Von den ersten neun Saisonspielen in allen Wettbewerben haben die Red Devils nur zwei gewonnen.
Einer dieser Siege gelang in der Champions League, als das Team den Neuling Sabah in Old Trafford deutlich besiegte. Die anschließende Niederlage bei Atlético Madrid offenbarte jedoch den Mangel an Durchschlagskraft und Erfahrung auf höchstem Niveau. Als Nächstes warten schwierige Spiele gegen Como und Roma. Ob Carrick bis zum zweiten dieser Duelle noch im Amt ist, bleibt abzuwarten.
10. Inter ⬇️
Inter hat zwei Niederlagen zum Auftakt der neuen Champions-League-Kampagne kassiert.
Inter war in der vergangenen Saison vielleicht der größte Enttäuschungsfaktor. Der Finalist des Vorjahres schied in der Play-off-Runde aus, nachdem das Team gegen Bodø/Glimt sowohl im Hin- als auch im Rückspiel unterlegen war. Cristian Chivu fing die Mannschaft nach dieser Enttäuschung wieder auf und holte im ersten Jahr als Trainer das Double. Europäisch hat sich bislang jedoch nichts verbessert.
Laut Opta hat Inter den zweitleichtesten Spielplan aller 36 Ligaphasen-Teams. Nach der knappen Niederlage gegen Real Madrid am ersten Spieltag verlor die Mannschaft zu Hause mit 3:4 gegen Club Brügge und rutschte damit in die untere Tabellenhälfte. Zwar ist noch Zeit, den Kurs zu korrigieren, doch jede Aussicht auf einen weiteren tiefen Lauf erscheint derzeit höchst fraglich.
9. Aston Villa ⬆️
Villa stellt unter Unai Emery erneut seine europäische Klasse unter Beweis.
Bei Aston Villa gab es im Sommer einen großen Umbruch: Sechs Stammspieler aus dem siegreichen Europa-League-Finale verließen den Klub. Unai Emery steht vor einer Übergangssaison und muss ein neues Team formen, das größtenteils aus Neuzugängen besteht. Einige davon kamen verletzt, doch an der Villa Park scheint der Schwung nun zurückzukehren.
In der Champions League lief es bislang hervorragend: Auf einen Auswärtssieg bei Club Brügge folgte ein 6:0 gegen Fenerbahçe. Vor dem Auswärtsspiel beim FC Barcelona Ende November sind sie zuversichtlich, auch den Heimauftritt gegen Viking zu gewinnen und damit den dritten Sieg in Serie einzufahren.
8. Atlético Madrid ⬇️
Atlético kam nach der Niederlage gegen Liverpool zurück und schlug Manchester United im Metropolitano.
Entgegen aller Erwartungen erreichte Atlético Madrid in der vergangenen Saison das Halbfinale der Champions League, ehe Arsenal das Team ausschaltete. Diego Simeone ist überzeugt, dass seine Mannschaft erneut einen tiefen Lauf schaffen kann, auch wenn das Team am ersten Spieltag in Anfield verlor.
Im zweiten Spiel zeigte Atlético eine beeindruckende Reaktion und besiegte Manchester United. Zwar steht Anfang November ein Duell mit Bayern München an, doch die übrigen Partien erscheinen machbar. Ein Platz unter den direkten Achtelfinalisten sollte daher im Januar im Bereich des Möglichen liegen.
7. Liverpool ⬆️
Bradley Barcola startete seine Karriere bei Liverpool mit einem Hattrick beim Sieg gegen LASK.
Liverpool kam in der vergangenen Saison zwar eine Runde weiter als in der Saison 2024/25, spielte aber insgesamt schwächer. Das Team schied zum zweiten Mal in Folge gegen PSG aus. Andoni Iraola soll nach dem Wechsel von Arne Slot wieder attraktiven, offensiven Fußball an die Anfield Road bringen, bislang sind die Verbesserungen aber gering.
Dennoch hat der Klub nach zwei Spielen zwei Siege auf dem Konto. Zunächst drehte das Team gegen Atlético Madrid in Anfield einen Rückstand, dann gewann es in Österreich mit 6:0 gegen LASK. Barcola erzielte dabei einen Hattrick. Mit einem der leichteren Spielpläne sollte Iraolas Mannschaft bereits jetzt auf einen Platz unter den besten acht hoffen dürfen.
6. Manchester City ↔️
Erling Haalands Doppelpack in der zweiten Halbzeit reichte City nicht, da das Team gegen PSG verlor.
Kaum ein Team will die Champions League in dieser Saison mehr gewinnen als Manchester City. Angesichts einer wohl bevorstehenden harten Strafe der Premier League wegen Verstößen gegen die Finanzregeln ist der Titelgewinn für Enzo Marescas Team die einzige realistische Möglichkeit, seinen Platz unter Europas Elite zu sichern.
Die Niederlage gegen PSG am Mittwoch machte deutlich, auf welches Niveau das neu formierte City-Team schnell kommen muss, um im Wettbewerb tief zu gehen. Die zweite Halbzeit gibt jedoch Hoffnung, wie man den besten Teams Europas begegnen kann. Man darf gespannt sein, wie das Team Anfang Dezember gegen Barcelona abschneidet.
5. Real Madrid ↔️
Antonio Rüdiger krönte am zweiten Spieltag bei Roma eine epische Aufholjagd Madrids.
Real Madrid blieb in den vergangenen beiden Spielzeiten in der Champions League deutlich hinter den Erwartungen zurück. Nun setzt der Klub auf José Mourinho, um sowohl nationale als auch europäische Titel zurück ins Bernabéu zu holen. Nach einigen durchwachsenen Auftritten in den ersten Wochen lastet allerdings bereits Druck auf dem Portugiesen.
Dieser Druck hätte am Mittwoch fast überkocht, als Madrid bei Roma mit 1:3 zurücklag. Doch Los Blancos erzielten in den letzten zehn Minuten drei Tore und drehten die Partie. Damit steht nach dem vorherigen Sieg gegen Inter ein Start mit zwei Siegen aus zwei Spielen zu Buche. Dennoch sind deutliche Verbesserungen nötig, wenn Mourinhos Team zumindest das Halbfinale erreichen will.
4. Bayern München ⬇️
Die Rote Karte für Michael Olise kostete Bayern bei Viking überraschend Punkte.
Im Verlauf der vergangenen Champions League wurde Bayern München zum Publikumsliebling vieler Fans, ehe das Team nach einem der großen Halbfinals der Wettbewerbsgeschichte an PSG scheiterte. Angeführt vom Offensivtrio Harry Kane, Michael Olise und Luis Díaz fegte das Team zuvor über alle Gegner hinweg, darunter auch Real Madrid im Viertelfinale.
In dieser Saison will der Knoten noch nicht richtig platzen, wie das Remis bei Viking am zweiten Spieltag zeigt. Vincent Kompany’s Team lag zur Halbzeit 0:2 zurück, drehte die Partie nach dem Seitenwechsel und ging in Führung. Dann sah Olise Rot, und in der Nachspielzeit kassierte Bayern den Ausgleich. Olise fehlt nun im Duell mit Arsenal am dritten Spieltag, das für beide Teams ein wichtiger Gradmesser werden könnte.
3. Arsenal ⬆️
Arsenal war in den ersten beiden Spielen nicht in Bestform, holte aber in beiden Partien die Punkte.
Als Finalist im Mai will Arsenal unbedingt den ersten Europapokal gewinnen. Dieser Wunsch dürfte in dieser Saison besonders groß sein, zumal das Team als Favorit auf den Gewinn der Premier League gilt, sobald die Sanktionen gegen Manchester City bestätigt sind. Mikel Arteta verfügt über eine Abwehr und ein Mittelfeld, die weit kommen können. Offen bleibt aber, ob die Offensive ausreichend durchschlagskräftig ist, da der Klub im Sommer keinen namhaften Stürmer verpflichtete.
Der erste Schritt ist, die perfekte Ligaphase der Saison 2025/26 zu wiederholen. Nach zwei Spielen steht das Team mit zwei Siegen da, obwohl es weder gegen Napoli noch gegen Lille seine beste Leistung zeigte. Als Nächstes wartet eine Reise nach München, wo Arsenal ein deutliches Zeichen setzen will.
2. Barcelona ↔️
Lamine Yamal war auf dem Höhepunkt seines Könnens beim Comeback-Sieg von Barça gegen Galatasaray.
Seit elf Jahren hat Barcelona die Champions League nicht mehr gewonnen. Viele trauen dem Team von Hansi Flick jedoch zu, PSG in dieser Saison vom Thron zu stoßen. Die Blaugrana dominierten unter dem deutschen Trainer die vergangenen beiden Spielzeiten in der La Liga, scheiterten auf europäischer Bühne aber unter anderem an der hohen Abwehrlinie und dem offenen Mittelfeld.
Viele setzen große Hoffnungen auf die Verpflichtung von Rodri, der in dieser Hinsicht ein Gamechanger sein könnte. Kaum ein Spieler der Welt ist besser darin, Konter zu unterbinden als der spanische Kapitän. Lamine Yamal und Raphinha zeigen zudem zu Saisonbeginn eine starke Torform. Yamal bereitete beim Sieg über Galatasaray am zweiten Spieltag zwei sensationelle Tore vor. Mit PSG als nächstem Gegner steht Barças Anspruch vor dem ultimativen Test.
1. Paris Saint-Germain ↔️
Der zweifache amtierende Europapokalsieger zeigte in der ersten Halbzeit seines Sieges gegen Manchester City eine Glanzleistung.
Als Sieger der Champions League in den vergangenen beiden Saisons will PSG in der Saison 2026/27 den Dreifach-Triumph schaffen und als erstes Team außer Real Madrid dreimal in Folge den Europapokal gewinnen. Die ersten Anzeichen stimmen zuversichtlich: Auf einen Kantersieg gegen Slovan Bratislava folgte ein wichtiger Auswärtssieg bei Manchester City.
Luis Enriques Team war in der ersten Halbzeit atemberaubend und führte schnell mit 3:0. Auch wenn City nach der Pause viele Probleme bereitete, hielt der französische Meister und gewann mit 4:2. Als Nächstes wartet Barcelona, was ein Vorgeschmack auf das mögliche Finale sein könnte.