Liverpool schlagen Brighton: Alexander Isak wird seinem Preis gerecht, während Liverpools Siegesserie anhält

Liverpool hat unter Arne Slot nicht, doch Alexander Isak könnte nun endlich seinen Preis rechtfertigen. Beim 2:0-Sieg gegen Brighton am Sonntag erzielte der Schwede sein sechstes Saisontor und sicherte den ersten Ligasieg der Reds in Anfield in dieser Spielzeit.

Der Stürmer war im August 2025 für einen britischen Rekordpreis von 125 Millionen Pfund von Newcastle an die Anfield Road gewechselt. Seine erste Saison verlief jedoch enttäuschend: Ein schwacher Start und ein Beinbruch im Dezember ließen ihn nur viermal in 22 Spielen treffen. In dieser Saison hat sich das Bild deutlich gewandelt. Der 27-Jährige kommt auf knapp ein Tor pro Spiel und hat mehr als die Hälfte der Premier-League-Treffer der Reds erzielt.

Isak glänzte nicht unbedingt mit spektakulären Aktionen, doch auch er traf entscheidend. Wie schon eine Woche zuvor in Brentford gab sein Tor Liverpool den nötigen Vorsprung. Brighton hatte 64 Prozent Ballbesitz und erspielte sich am Ende sogar einen höheren Expected-Goals-Wert als das Team von Fabian Hürzeler, konnte daraus aber kein Tor machen.

Starke Leistung der Reds

Liverpool kontrollierte das Spiel über weite Strecken und zeigte nach Einschätzung vieler Beobachter die beste Ligaleistung unter dem Trainer Andoni Iraola. Iraola feierte in Anfield seinen ersten Ligasieg im vierten Anlauf. Es war zudem sein vierter Erfolg in Folge, seit der Niederlage gegen Manchester City vor zwei Wochen.

Die Fans, die trotz des Sturms Boelo ins Stadion gekommen waren, sahen ein aggressiv pressendes Liverpool, das defensiv sehr stark stand. Brighton, das in den vorangegangenen vier Partien 15 Ligatreffer erzielt hatte, kam kaum zu klaren Chancen. Abgesehen von einer frühen Gelegenheit von Yasin Ayari, die er über das Tor schoss, blieb die Offensive des Gegners ohne große Gefahr. Ronald Araújo spielte erneut herausragend, und die Abwehr hielt in acht Ligaspielen dieser Saison bereits das vierte Mal die Null.

Bemerkenswert ist der Ballbesitzwert: Liverpool kam nur auf 35,6 Prozent. Das ist der zweitniedrigste Wert bei einem Premier-League-Heimsieg seit der Saison 2003/04. Iraola zeigte damit, dass seine Mannschaft mit der offensiven Qualität keinen Ballbesitz benötigt. Liverpool kann es sogar recht sein, wenn Gegner in Anfield mehr Ballbesitz haben, solange sie nicht tief verteidigen.

Wirtz, Barcola und die Sorge um den Ausfall

Florian Wirtz und Bradley Barcola überzeugten ebenso wie Cody Gakpo, der die gesamte Partie über gefährlich war. Wirtz hatte Pech, dass sein Schuss vom Brighton-Spieler Pascal Groß abgefälscht wurde und nicht als eigener Treffer gewertet wurde, obwohl er Liverpool in Führung brachte. Seine Form wird stetig besser, und sein Einfluss auf das Spiel ist deutlich zu erkennen. Allerdings muss er bei den Torbeteiligungen noch zulegen.

Wirtz wurde in der zweiten Halbzeit ausgewechselt. Iraola erklärte: „Leider musste er mit einer kleinen Verdrehung des Knöchels den Platz verlassen. Es sieht nicht sehr schlimm aus, aber wir spielen alle drei Tage, also müssen wir sehen, wie es um ihn steht.“

Barcola trug mit seinem Einsatz im Pressing maßgeblich zum Tor von Isak bei. Er gewann den Ball früh zurück, wodurch Isak instinktiv abschließen konnte. Anschließend imitierte Barcola Isaks Torjubel, wie schon am Wochenende zuvor in West-London. Mit dem Sieg kletterte Liverpool auf Rang vier der Tabelle.

Die beiden Neuzugänge Isak und Barcola haben die Reds zusammen 248 Millionen Pfund gekostet. Wenn sie weiterhin so zusammenspielen und Spiele gewinnen, dürfte sich diese Investition für Iraola und Liverpool auszahlen. Als Nächstes wartet im Ligabetrieb der FC Arsenal.

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