wie es ist


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Weißt du, wie es sich anfühlt, im Aufbruch begriffen zu sein. Im Aufbruch innerhalb der Geborgenheit des Wissens, hierhin zu gehören, zumindest für diesen Moment. In freudiger Erregung und doch verankert. In dem Wissen “es wird vorbeigehen, aber jetzt genau will ich nichts anderes haben”. Nach Jahren wieder – zurückrutschen.

Weißt du, wie es sich anfühlt, irgendwohin zu passen so ganz genau da rein und nirgendwo anders. Dieses befriedigende Gefühl des “genau hier”. Des “richtig sein”.

Weißt du, wie es ist, plötzlich nicht mehr nur Zuschauerin zu sein, sondern Teilnehmende. An allem, was um dich herumfliegt. Du musst nur zugreifen und du willst zugreifen, du entdeckst dich plötzlich wieder, du merkst, wie alles wieder in die Gänge kommt, wie alles, was vorher begraben war, anfängt zu brodeln und sich die Gänge nach oben zu suchen und dir Energie gibt und am liebsten möchtest du alles sofort machen, aber du hast gelernt, zu haushalten mit deinen Kräften und du möchtest es richtig machen, diesmal.

Der Verlockung widerstehen und dich doch ganz hingeben. Du weißt, dass diese Energie, genau diese, möglicherweise nur ein einziges Mal da ist, wer weiß schon, was in der Zukunft liegt, aber diese Energie, die gibt es nur heute und jetzt und vielleicht in den nächsten vier Monaten, wenn du es denn richtig machst.

Die mit den Ideen und mit der Leidenschaft und mit der Begeisterung – das bist doch du. Du warst es, du bist es und du wirst es sein. Die mit der Flamme in der Brust und mit dem Kribbeln im Bauch und den ungeduldig tanzenden Füßen.

Was für ein gutes Gefühl, endlich den Spiegel sauber zu wischen und sich selbst wieder zu erkennen.

Hallo Hamburg. Ich habe dich vermisst. Ich glaub, hier bin ich richtig.

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1 Comment

  • Tabea says:

    Ein wundervoller Text!

    Ich fühle mich hier gerade auch wie angekommen und endlich als Teil von etwas. In der Schule war ich nur Teilnehmer… an der Arbeit bin ich jetzt ein Kollege – jeder der mir was zeigt (Ich habe nach nur 4 Wochen ja noch kaum Ahnung), sieht mich dabei auf Augenhöhe an und nicht wie ein Lehrer von oben. Das ist einfach das schönste Gefühl, was ich kenne – vom verliebt sein abgesehen.
    Und es hilft mir auch, gedanklich den Spiegel zu entstauben und mir darin wieder zuzulächeln, weil ich eben eine hübsche Person sein kann, solange ich glücklich bin ;)

    Freut mich, dass du dein Hamburg wieder hast!

    Liebe Grüße

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