rauschen

am sicheren ufer der zweig. sieht zu, wie das leben spielt. dahin plätschert. dann kommt ein kleines gefälle und das plätschern wird zum platschen. und das gefälle wird stärker und mehr und das leben platscht plötzlich nicht mehr nur, sondern wird zu einem richtigen fluss. mit mehr kleinen abhängen. mit größerer geschwindigkeit. und ehe der zweig sich versieht, wird ein strom draus. und dann ein reißender strom. und irgendwann kann sich der zweig nicht mehr am ufer halten. so sehr er es auch versucht, der strom reißt ihn immer mehr mit. und der zweig ruft: “hey! leben! ich komme nicht mehr mit! wann ist das passiert?” und das leben sagt “sorry mann. ich kann dich hier nicht zurücklassen. du musst dich einfach mitreißen lassen” und der zweig hat keine wahl, er kann sich nicht mehr entscheiden, sondern wird entschieden. und dann ist es eben seine sache, ob er das gut findet. und das leben lacht einmal dreckig. und der zweig beschließt, die fahrt wohlwollend zu beobachten. wer weiß. vielleicht führt sie ans meer.

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