Post-SPO

Im Regen zum Altonaer Bahnhof hetzen. Ewig im Zug sitzen. Im Regen abgeholt werden und im Regen zum Ferienhaus gebracht werden. Ankommen. Heißes Abendessen serviert bekommen und bei Rotwein bis in die Nacht erzählen.

Voller Tatendrang aufstehen und auf dem Deich joggen gehen. Völlig fertig von der Salzluft und dem Wind wiederkommen. Kaffee trinken. Voller Hoffnung an den Strand fahren, aber einsehen, dass es auf der 1km langen Seebrücke bei dem Wind unmöglich ist, voran zu kommen. In die Sauna gehen. In der sturmundregenumpeitschten Pfahlbausauna schwitzen und runterkommen.

Mit dem Kutter ans Eidersperrwerk fahren und Seehunde gucken. Von dem Wind durchfroren sein. Sich noch nie so über einen heißen Kaffee auf dem Deck gefreut haben. Krabbenbrötchen essen. Mit dem Fahrrad guten Mutes an den Strand fahren. Wieder einsehen, dass die Seebrücke nicht zu überwinden ist. Erdbeerbowle bei Gosch auf der Terrasse mit neuer bunter Mütze, made by Mama, und Salzwiesenblick. Vom Regenschauer überrascht werden, unters Dach flüchten. In der Regenpause ins Dorf radeln und dort einen Aperol Spritz trinken. Abends mit Himbeeren und Sahne vor dem Fernseher sitzen und den Tag sacken lassen.

In der Sonne zum Brötchenholen fahren. Gemütlich frühstücken und dann gegen den Wind ankämpfend über den Steg bis unten an den Strand fahren. Bunte Fahnen auf dem Pfahlbau der Surfschule. Am Wasser entlang mit Rückenwind schlendern. Fotografieren. Eine heiße Schokolade mit Sahne auf dem Sonnendeck und Daheimgebliebene per Telefon neidisch machen. Zurücklaufen und durch die plötzlich entstandenen Priele waten. Der Flut versuchen zu trotzen, aber wegen nasser Hosenbeine kapitulieren. Sand- und sonnencremeverschmiert aufs Fahrrad und sich vom Wind zurücktreiben lassen. Hagebuttensträucher mit Grillenzirpen auf der einen, Salzwiesen und Nordsee auf der anderen Seite. Durchs Dorf wandern und über die Masse an Souvenirläden staunen. Abends Bratkartoffeln mit Rührei und Krabben essen und das sonnenglühende Gesicht pflegen.

Badesachen packen und an den Strand fahren. Unter Mühen die Strandmuschel gegen den Wind aufstellen, ein Eis kaufen und in die Sonne setzen. Hoffen, dass die Zeit nicht zu schnell vergeht und versuchen, nicht an den Montag zu denken. Eine letzte Portion Scampi in der Sonne mit bunter Mütze No. 2, made by Mama, und wieder der endlose Blick über die Nordsee an den Horizont. Sachen packen, die letzten 10 Minuten Sonne auf der Terrasse genießen und schweren Herzens wieder gen Süden nach Hamburg fahren.

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