Monatsrückblick: Oktober 2014

„Ach, das Semester hat wieder angefangen! Dann müssen alle Studenten ja schon um zwölf aufstehen!“

Haha.

oktoberIch stehe gegen Mittag auf, schlurf langsam in die Küche, weil ich noch völlig durch bin von den ganzen Studentenparties auf die ich gehe und mache mir erstmal eine 5-Minuten-Terrine. Dann setz ich mich auf mein klappriges Fahrrad, fahr in die Uni und trink erstmal nen Kaffee mit meinen langhaarigen Freunden. Irgendwann fängt mein Seminar an, bei dem ich eigentlich nur körperlich anwesend bin und 90 Minuten mit dem Kopf auf dem Tisch schlafe. Abends sitzen wir wieder mit Leuten zusammen, trinken Wein und philosophieren bis spät in die Nacht – außer Rainer hat seine Gitarre dabei, dann schunkeln wir andächtig im Kerzenlicht zu „Californication“. Jeden Tag geht das so! Arbeiten? Wozu gibt’s Bafög?

Mal im Ernst.

Jetzt wo das Semester wieder angefangen hat und ich den Spagat zwischen Job, Seminaren, Vorlesungen, Referaten, zu schreibenden Exzerpten und Haushalt schaffen muss (ach ja und Freunde hab ich auch noch), habe ich mir wieder gut durchdachte Wochenpläne gemacht. Das dritte Semester ist gnädig und gewährt mir veranstaltungsfreie Tage, die ich ausschließlich zum Arbeiten und Unikram erledigen nutzen kann. Und das versuche ich auch einzuhalten – ich bin eigentlich ein so undisziplinierter Mensch, dass ich mir tatsächlich solche Regeln aufstellen und einen Rhythmus herstellen muss, um alles auf die Reihe zu kriegen. Sonst vergesse ich die Hälfte und wundere mich, warum ich plötzlich am Donnerstagmorgen Zeit habe, im Bett zu liegen und Serien oder Michael Buchinger Videos zu gucken – nur um zwei Stunden später festzustellen, dass ich zwei Seminare gehabt hätte, in die Bibliothek hätte gehen und dem Waschsalon einen lange notwendigen Besuch hätte abstatten müssen. Und bei aller Flexibilität, die mein Job mir gibt, ist es doch allzu verlockend, die Arbeit einfach auf „später“ oder „morgen“ zu verschieben. Aus diesem Grund habe ich feste Wochenpläne mit Tagen zum Arbeiten, Tagen für die Uni und dem Sonntag zum Nichtstun.

Geht euch das auch so? Müsst ihr euch selbst reglementieren, um alles ordentlich auf die Reihe zu bekommen? Oder lebt ihr einen funktionierenden „Mach ich wie es passt, klappt schon irgendwie“-Alltag (Das finde ich ja total bewundernswert)?

Was noch passierte.

Gele­sen habe ich das Missy Magazine und “Verwesung” von Simon Beckett.

Geär­gert habe ich mich zum Glück weniger.

Gefreut habe ich mich über den Semesterbeginn, das endlich funktionierende Internet (Super schnell! Schon nach sechs Wochen!), den Kurzurlaub in Hamburg und an der Ostsee und den gelungenen Auftakt des Unikinos.

Processed with VSCOcam with f2 presetGeges­sen habe ich Croques, unleckere Kürbissuppe, Fischbrötchen und die besten Pommes.

Processed with VSCOcam with f2 presetGetrun­ken habe ich Störtebekers Blut in einer Seemannskneipe am Meer. Und viel Pfeffi, unterstützt vom Uno Roboter.

Processed with VSCOcam with f2 presetGechillt habe ich in Hamburg, an der Ostsee, im Lene-Voigt-Park.

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Original: Dawn Huczek via Compfight cc

2 Comments

  • Ronja says:

    Oh mir geht es so wie dir! Ich brauche einen “geregelten Tagesablauf”.Klingt spießig, aber ansonsten krieg ich tatsächlich nicht allzu viel auf die Reihe. So ein paar Tage “frei” tuen gut, aber dann muss wieder ne Liste her. Nur weiß ich dass ich diese Liste brauche und trotzdem schreibe ich sie manchmal nicht und ärgere mich dann, weil ich nichts geschafft habe. Haha. Bisschen blöd : )
    Liebe Grüße und einen schönen Sonntagabend!
    Ronja

    • Lina says:

      Ach, spießig finde ich das nicht :) Hauptsache, man weiß, wie man am besten klarkommt!
      Ich habe es auch gerne, wenn meine Tage abwechslungsreich sind – aber ich muss mir halt klare Regeln machen, wann ich welche Aufgabe erledige.

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