Medienschau am Freitag | KW 9

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Freiheit der Lehre und Forschung? Auf hochschulwatch.de kann man einsehen, wessen Geld in die Lehrstühle der eigenen Universität fließt. Ich habe mal für die Uni Leipzig nachgeguckt und festgestellt, dass u.a. die Professur für Nachhaltigkeit von Vattenfall unterstützt wird. Honi soit qui mal y pense. (Hochschulwatch)

“Ne, Fernsehen guck ich ja kaum noch, kommt ja fast nur noch Werbung. Aber DIESER EINE SPOT, ja der ist echt einzigartig!” – vielleicht aber auch nicht. Vignetteroulette hat sich einen Spaß aus der Austauschbarkeit von Werbespots gemacht und lässt die Audio- und Videospuren von zwei beliebigen Werbespots gleichzeitig laufen. Schön, wenn die Barmer GEK und das iPad Air so gut zusammenpassen. (Vignetteroulette)

Von einem Baby bin ich zwar noch weit entfernt, aber trotzdem war der Artikel von Teresa Bücker auf Edition F ein sehr schönes Leseerlebnis. Sie befindet sich nämlich gerade in der Elternzeit, kann es kaum erwarten, wieder arbeiten zu gehen und sieht die ganze “Ein Baby ist das Beste was dir passieren kann!!!11elf”-Thematik etwas differenzierter. Ein Artikel mit klaren Worten und viel Erleichterungspotenzial für Frauen, die ihre Erfüllung auch nicht zu 100% in der Elternzeit sehen. (“Das Beste, was dir passieren kann? Ein Zwischenruf aus dem Leben mit Baby”)

Ashley beschreibt in dem vielgeteilten Artikel auf ihrem Blog viennella.at das Ausmaß von sexistischen Kommentaren, ungefragt zugesendeten Bildern, Vergewaltigungsdrohungen und Victim Blaming, das ihr regelmäßig widerfährt. “Ich soll doch meinen ask.fm-Account löschen, wenn ich mir das nicht mehr anhören will. Ich soll doch nicht mehr über Dating, Sport oder – ich weiß nicht – Filme auf Twitter schreiben, dann ist ja klar, dass ich so Angriffsfläche biete. Wenn ich meinen Hintern abhacke, hören sicher auch Männer auf, mir auf offener Straße oder in diversen Lokalen draufzuhauen. Ganz einfach. Mach ich dann auch gleich mit meinen Brüsten. Oder gleich mit meiner ganzen Existenz, dann muss ich mich nicht blöd anmachen lassen – weder im Internet noch auf der Straße oder in der U-Bahn oder sonst wo. Problem gelöst. Nice!” (“ZU VERGEWALTIGUNGSDROHUNGEN IN NUR WENIGEN SCHRITTEN”)

Eine tolle Gegenrede zu meinem zugegebenermaßen relativ dunklen Plädoyer für den Pessimismus schrieb Jess von Alabastermädchen. Sie ist geborene Optimistin, sieht ein, dass ihr manchmal ein wenig mehr Pessimismus nicht schaden würde – aber ihr Glas bleibt trotzdem halb voll. Sehr lesenswert! (“Doch, das ist halb voll!”)

Ja ja, Youtube. Ich weiß. Hier kommt aber ein neu entdeckter Kanal, den ich allen, die ihn noch nicht kennen, nicht vorenthalten darf. tadelesmith ist mein neuer girl crush. “Make sure you blend thoroughly. Or, as your idol Robin Thicke put it: Blur the lines”

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