Medienschau am Freitag | KW 33

IMG_9214Ich möchte nicht sagen, dass ich aus der Sommerpause zurück bin, denn das würde ja bedeuten, dass der Sommer schon vorbei wäre – und wir haben gerade mal Mitte August. Aber ich bin zurück aus den Tiefen der Prüfungszeit, aus dem wohlverdienten Urlaub am Meer und in Hamburg und versorge euch nun wieder mit Lovely Links. Here we go!

Den Anfang macht ein wunderschöner Text von Svenja Gräfen auf ihrem tumblr inanbetracht, den man einfach auf sich wirken lassen sollte, ohne größere Worte darüber zu verlieren. “Wir sind hier lang gelaufen, Rucksäcke auf den Rücken oder Einkaufstüten in den Händen, auf dem Flohmarkt habe ich diese Jacke erstanden, diese eine, bunte; ich würde sagen, ungefähr alle Menschen, die ich kenne, haben schon auf diesem Platz gesessen, irgendwo, zu irgendeiner Jahreszeit” (“In Anbetracht der Orte und in Anbetracht der Plätze”)

Den Kioskforscher mag ich sowieso – jetzt habe ich ein bereits etwas älteres Interview gefunden, das Markus Böhm mit dem Magazingestalter Manuel Schakanowski geführt hat. Der gute Mann denkt sich komplette Zeitschriften aus und realisiert sie – alles für die Requisite von Gute Zeiten, schlechte Zeiten. Und das birgt mehr Herausforderungen als man zunächst annimmt. Klingt nach einem spannenden Job! (“Magazin-Menschen (4): Der Heft-Erfinder – „Der Zuschauer soll nicht an den Requisiten hängenbleiben“)

Dem allgemeinen Tenor, das Studium sei die schönste Zeit des Lebens, stellt Charlotte Haunhorst auf jetzt.de ein paar schlagkräftige Argumente entgegen. Fester Job, festes Gehalt, gute Urlaube – für die Autorin hört sich das alles viel verlockender an als die Erinnerungen an Bratnudeln aus dem Studium. Ich kann mich noch nicht entscheiden, was ich besser finde. (“Arbeit schlägt Studium!”)

Die Situation von Flüchtlingen in Europa, die mittlerweile tagtäglich thematisiert wird, macht einen fassungslos, traurig und wütend. Wenn dann noch das Argument kommt, Wirtschaftsflüchtlinge seien gar keine “richtigen” Flüchtlinge, dann fehlen einem irgendwann die Worte vor lauter Hilflosigkeit. Roxy erzählt in ihrem Artikel auf early birdy von ihrer Vergangenheit als Wirtschaftsflüchtling, der Migrationsgeschichte ihrer Familie und den wirren Kommentaren wie “bei dir ist das ja was anderes”. (“I, Refugee”)

“Und – welche Hobbys hast du so?” – so manchen bringt diese Frage in die Bredouille. Hobbys – was ist das überhaupt? Modelleisenbahnbau, Kunst, Extremsport? Adam Gabbatt hat für den Guardian aufgeschrieben, warum es ihm absolut nichts ausmacht, keine aufregenden Leidenschaften zum Angeben zu haben. Er bekommt seine Tage auch so gefüllt. Ich wäre damit im Gegensatz zu ihm absolut nicht zufrieden – wie sieht das bei euch aus? (“Tinder matches want to drool over my hobbies. What if I don’t have any?”)

 

ineigenersache3[Original: CC0 by Sébastien Marchand]

Und eine Linkempfehlung in eigener Sache:

Wenn ich reise – mit Rucksack oder ohne – bin ich abenteuerlustig. Selten verläuft eine Reise so, wie ich es mir vorher überlegt habe – ich lasse mich gerne inspirieren und überzeugen, einen spontanen Abstecher an einen Ort zu machen, den mir jemand empfiehlt. Diese Abstecher haben sich bisher immer ausgezahlt und ich bin unendlich dankbar für diese unerwarteten Erfahrungen. Für EDITION F habe ich mir Gedanken darüber gemacht, dass wir diese Abenteuerlust doch auch auf unsere Karriere übertragen sollten. Denn der Erfolg wartet außerhalb unserer Comfort Zone. (“Karriereplanung ist nicht alles – Warum es sich lohnt, abenteuerlustig zu sein“)

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