[68 días] El canal

Wie kann man nach Panamá fliegen und sich den Kanal nicht angucken? Richtiiiig. Not optional.

Ich bin also mit dem Diablo Rojo (einem der lokalen öffentlichen Busse) zum Miraflores Locks gefahren, der letzten Schleuse vor dem Pazifik (oder der ersten vor dem Atlantik, wie mans nimmt…). Hier gibt es eine Aussichtsplattform und eine umfangreiche Ausstellung über den Bau des Kanals, die Tier- und Pflanzenwelt dort und die wirtschaftlichen Ausmaße dieses riesigen Bauwerks.

Der Panamakanal wurde 1904 eröffnet, ist etwa 82 km lang und verbindet Atlantik und Pazifik miteinander. Um diese 82 km zu durchqueren, brauchen normale Containerschiffe etwa 8 – 10 Stunden (Und zahlen pro Durchfahrt bis zu $400.000. Fun fact: Die geringste jemals erhobene Gebühr war $0,36 – fürs Durchschwimmen.). Man kann sich die Dimensionen dieser Geldquelle vorstellen, wenn man weiß, dass im Durchschnitt 14.000 Schiffe pro Monat den Kanal durchqueren.

Um den Kanal fertigzustellen, wurden mehrere zehntausend Arbeiter eingesetzt. Was die ansonsten sehr gut aufbereitete Ausstellung an der Schleuse jedoch nicht verriet: Geschätzte 28.000 Arbeiter verloren ihr Leben während der Fertigstellung – bedingt durch Gelbfieber und Malaria. Vor diesem Hintergrund muss man sich deutlich machen, auf welcher Grundlage der Welthandel zu einem großen Teil basiert.

Zu der Zeit, als ich auf der Aussichtsplattform war, passierte die Charlotte C. Rickmers die Schleuse – eines der größten Schiffe, die dort zur Zeit noch durchkommen. Das Ereignis war dramatisch und man muss sich nur die Größe vorstellen, wenn die Kapazität in 2014 dann verdoppelt wurde.

 

PS: Wer kann bitte diesem Faultier widerstehen?!

 Panama-City / Panama

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